Ignatius Nascher Preis der Stadt Wien für Geriatrie

Ausschreibung Ignatius Nascher Preis der Stadt Wien für Geriatrie 2017 (PDF)

Der Förderpreis (€ 1.800) wird für eine besondere wissenschaftliche Arbeit oder ein innovatives, evaluiertes und erfolgreiches Projekt aus dem Bereich der Geriatrie (Gesundheitsförderung, Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation oder Langzeitpflege) vergeben.

Einreichfrist: 24.10.2016
Einreichort und Information: Österreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie SMZ-Sophienspital, Apollogasse 19, 1070 Wien
E-mail: ilse.howanietz@extern.wienkav.at

Einreichunterlagen:
1. Ein abgeschlossenes Projekt inklusive Projektevaluation oder Publikation in einem
wissenschaftlichen Journal
2. Eine Projektzusammenfassung
3. Ein formloses Bewerbungsschreiben um die Verleihung des Preises
4. Lebenslauf

Das Ansuchen kann sowohl von einer Einzelperson, von einem Team oder von einer Institution gestellt werden. Habilitationsschriften, sowie Arbeiten, die bereits mit einem anderen Preis honoriert wurden, sind von der Einreichung ausgeschlossen.

VorständInnen oder LeiterInnen von Universitätskliniken, Abteilungen, Instituten, Fachhochschulen oder Akademien werden gebeten von Einreichungen abzusehen.

Die Arbeiten können in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden. Zusätzlich ist eine Projektzusammenfassung ist in deutscher Sprache vorzulegen.
Sie ist wie folgt zu strukturieren (500 – 1.000 Worte):
1. Ziel der vorgelegten Arbeit
2. Patientenmethode und Design
3. Ergebnisse
4. Diskussion
5. Kernbotschaft und Umsetzbarkeit

Der eingereichten Arbeit ist eine Erklärung des Autors/Antragstellers beizulegen, dass alle an dem Zustandekommen der Arbeit beteiligten wissenschaftlichen Mitarbeiter in der Liste der Autoren bzw. in Danksagungen genannt werden und von der Einreichung für den Preis informiert sind.

Der Preis wird im Rahmen des Geriatriekongresses, 20.-22. April 2017 vergeben werden.
www.geriatriekongress.at

 

Ausschreibung Ignatius Nascher Preis der Stadt Wien für Geriatrie 2015 (PDF)

Der Förderpreis (€ 1.800) wird für eine besondere wissenschaftliche Arbeit oder ein innovatives, evaluiertes und erfolgreiches Projekt aus dem Bereich der Geriatrie (Gesundheitsförderung, Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation oder Langzeitpflege) vergeben.

Einreichfrist: 31.10.2014
Einreichort und Information: Österreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie, SMZ-Sophienspital, Apollogasse 19, 1070 Wien
E-mail: ilse.howanietz@extern.wienkav.at

Einreichunterlagen:
1. Ein abgeschlossenes Projekt inklusive Projektevaluation oder Publikation in einem wissenschaftlichen Journal
2. Ein formloses Bewerbungsschreiben um die Verleihung des Preises
3. Lebenslauf

Das Ansuchen kann sowohl von einer Einzelperson, von einem Team oder von einer Institution gestellt werde. Habilitationsschriften sowie Arbeiten, die bereits mit einem anderen Preis honoriert wurden, sind von der Einreichung ausgeschlossen.

VorständInnen oder LeiterInnen von Universitätskliniken, Abteilungen, Instituten, Fachhochschulen oder Akademien werden gebeten, von Einreichungen abzusehen.

Das Ansuchen, der Lebenslauf und die Projektdarstellung/Publikation sind in zweifacher Ausfertigung vorzulegen. Die Arbeiten können in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden.

Die Projektzusammenfassung ist in deutscher und englischer Sprache vorzulegen und sollte wie folgt strukturiert sein (500 – 1.000 Worte):
1. Ziel der vorgelegten Arbeit
2. Patientenmethode und Design
3. Ergebnisse
4. Diskussion
5. Kernbotschaft

Der eingereichten Arbeit ist eine Erklärung des Autors/Antragstellers beizulegen, dass alle an dem Zustandekommen der Arbeit beteiligten wissenschaftlichen Mitarbeiter in der Liste der Autoren bzw. in Danksagungen genannt werden und von der Einreichung für den Preis informiert sind.

Der Preis wird im Rahmen des Wiener Geriatriekongresses, 26.-28. März 2015
vergeben werden.

 

Ignatius Nascher Preis beim Wiener Geriatriekongresses 2013

Die Verleihung des Ignatius Nascher Preises der Stadt Wien für Geriatrie fand im Rahmen eines Bürgermeisterempfanges anlässlich des Wiener Geriatriekongresses 2013 statt.

Für den Ignatius Nascher Förderpreis der Stadt Wien für Geriatrie wurden 17 Publikationen und Projekte von renommierten Arbeitsgruppen aus dem In- und Ausland eingereicht. Die Bewertung der eingereichten Arbeiten und Projekte erfolgte nach folgenden Kriterien: wissenschaftliche Originalität, geriatrisch – medizinische oder gerontologische Relevanz, praktische Umsetzbarkeit, Nachhaltigkeit, Bedeutung für die Zukunft.

Aus den eingelangten Arbeiten hat die Jury Herrn Univ.-Doz. Dr. Stefan Pilz von der Medizinischen Univ. Klinik Graz, Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel für seine Arbeit „Low 25-hydroxyvitamin D is associated with increased mortality in female nursing home residents“ ausgewählt.

Die Arbeit erschien 2012 im „The Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism“. Ko-Autoren waren H. Dobnig, A. Tomaschitz, K. Kienreich, A. Meinitzer, C. Friedl, D. Wagner, C. Piswanger-Sölkner, W. März, A. Fahrleitner-Pammer.

Ich freue mich ganz besonders, dass Dr. Stefan Pilz nun einen Antrag auf Aufnahme in unsere Fachgesellschaft gestellt hat.

copyright: Schaub-Walzer / PID

v.li.n.re.: Prim. Dr.in Katharina Pils, Vorsitzende der Öst. Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie, Priv.-Doz. Dr. med. univ. Stefan Pilz, Ph.D., Marianne Klicka, 3. Präsidentin des Wiener Landtags

Im Rahmen der Preisverleihung wurde beiliegendes Foto aufgenommen. Es zeigt, wie stark sich unser internationales deutschsprachiges Netzwerk entwickelt hat. Es steht als Garant für einen zukünftigen weiterführenden Gedankenaustausch, gemeinsame Projekte und nachhaltige Umsetzung.

Gruppenbild

Prim.a Dr. Katharina Pils

Preisträger für das Lebenswerk

2000 Univ.-Prof. Dr. Christine Cassel, New York, USA
2001 Univ.-Prof. Dr. James Williams, Great Britain
2002 Univ.-Prof. Dr. Jean-Pierre Michel, Schweiz
2003 Prim. Prof. Dr. Franz Böhmer, Österreich
2004 Prof. Dr. Ingo Füsgen, Deutschland
2005 Univ.-Prof. Sir John Grimley Evans, MD, Great Britain
2006 Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Ursula Lehr, Deutschland
2007 Univ.-Prof. DDr. Gerald Kolb, Deutschland
2008 Prim. Dr. Katharina Pils, Österreich
2009 Univ.Prof. Dr. Hans-Peter Meier-Baumgartner, Deutschland
2010 OA Prof. Dr. Thomas Frühwald, Österreich
2011 Prof. Dr. Peter Oster, Deutschland

Förderpreis

2000 Univ.-Prof. Dr. Stephan Madersbacher, Universitätsklinik für Urologie, Wien, A Urinary incontinence in both sexes – prevalence rates, impact on quality of life and sexual life

2001 Chefarzt Dr. Daniel Grob, Stadtspital Waid, Zürich, CH Fallers Assessment Clinic for the Elderly

2002 Dr. Friedrich Schmoranzer, Geriatriezentrum am Wienerwald, Wien, A Die `Ist-Stand`- Evaluierung des Immunsystems bei Bewohnern einer geriatrischen Institution“ und „Die Evaluierung des Einflusses von einer Ernährungssubstitution mit Mikronährstoffen auf das Immunsystem bei Bewohnern einer geriatrischen Institution.

2003 Dr. Eva Mann, Vorarlberg, A Comprehensive Geriatric Assessment in General Practice: A Pilot-Study in Vorarlberg, Austria

2004 Dr. med. dent. Ina Nitschke, Prof. Dr. med. dent. Thomas Reiber, Bereich Seniorenzahnmedizin, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde, Universitätsklinikum Leipzig, D Ein computergestütztes Trainingsprogramm zur Verbesserung des Wissensstandes über die Mundgesundheit für Pflegekräfte, Ärzte und pflegende Angehörige

2005 Mag. Costas Papadopoulos, Wien, A Kognitive Muster und deren Einfluss auf die Lebensqualität älterer Patienten

2006 Dr. Jan Tobis Wagner, Erlangen-Nürnberg, D Determinanten von zukünftigen Hospitalisierungen und häufigen Arztbesuchen bei zu Hause lebenden älteren Personen in Europa

2007 Mag. Elisabeth Grünberger und Mag. Alexandra Löw-Wirtz, Wien, A Age-Network: Anforderungsprofil an Praktikumstellen in Alten- und Pflegeheimen

2008 Dr. Hans-Jürgen Heppner, A.S. Esslinger, S. Franke, Erlangen-Nürnberg, D Altersabhängige Priorisierung von Gesundheitsleistungen – Perspektiven für das deutsche Gesundheitswesen Lebensqualität im Alter vor dem Hintergrund knapper Ressourcen im Gesundheitswesen

2009 Univ.Prof. Dr. Johannes Pantel, A. Grell, A. Diehm, B. Schmitt, I.Ebsen, Frankfurt, D OPTimAL: Optimierung der Psychopharmakotherapie im Altenpflegeheim

2010 Dr. Matthias Kaiser, Erlangen-Nürnberg, D Validation of the Mini-Nutritional Assessment® Short-Form (MNA-SF): A practical tool for identification of nutritional status

2011 OA Mag. Dr. Markus Gosch, MAS, Hochzirl, A Tiroler Zentrum für Altersfrakturen – Traumatologisch-Geriatrisches Co-Management: Erste Erfahrungen und Ergebnisse

Ignatius Leo Nascher (1863-1944) und die Prägung des Begriffes „Geriatrie“ vor 100 Jahren

Am 21.August 1909 hat Ignatius Leo Nascher in einem kurzen Artikel im New York Medical Journal, betitelt „Geriatrics“ jenen Begriff geprägt, der ihn in der historischen Perspektive zum „Vater der Geriatrie“ werden ließ. Nascher war als Sohn jüdischer Eltern in Wien geboren worden, 1866 wanderte er in die USA aus und studierte dort zunächst Pharmazie und danach Medizin. Er gelangte durch eine reiche Publikationstätigkeit bald zu wissenschaftlichem Ansehen, wofür u.a. auch seine Anstellung am renommierten Mount Sinai Hospital in New York bürgt. Bereits in seinem grundlegenden Artikel von 1909 entwarf Nascher ein umfassendes und durchaus modernes Programm für die von ihm inaugurierte Fachdisziplin. Er benötigte nur fünf Jahre, um seine umfangreiche Monographie „Geriatrics“ zu vollenden. Diese erschien 1919 bereits in 2.Auflage. Frühzeitig forderte Nascher auch die Gründung einer entsprechenden Fachgesellschaft. Weniger bekannt ist, dass Nascher sich auch mit soziologischen Fragen, etwa zur Armut, beschäftigt hat. Erstmals soll von medizinhistorischer Seite eine Würdigung von Werk und Persönlichkeit dieses österreichischen Pioniers vorgelegt werden, die sich auf Originaldokumente stützt.Gabriela Schmidt-Wyklicky
Institut für Geschichte der Medizin der Medizinischen Universität Wien, A

Ignatius Leo Nascher

Ignatius Leo Nascher (1863 – 1944) gilt als der Vater der Geriatrie. Er wurde in Wien geboren, wanderte nach Amerika aus, studierte Medizin und arbeitete ab 1885 am Mount Sinai Hospital in New York. Als er 1908 in Österreich das für damalige Verhältnisse hochmoderne Versorgungsheim Wien- Lainz besuchte, fiel ihm die niedrige Mortalität und der vitale Zustand der Bewohner auf. Der leitende Arzt erklärte das Betreuungskonzept: „Wir verfahren mit den Insassen so wie der Pädiater mit seinen Kindern.“ Nascher prägte daraufhin den Begriff Geriatrie (in Anlehnung an die Pädiatrie) für die Medizin älterer Menschen.