Statuten

STATUTEN DER ÖSTERREICHISCHEN GESELLSCHAFT FÜR GERIATRIE UND GERONTOLOGIE (VORMALS „ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR GERIATRIE“)

§1: Name und Sitz des Vereins

Der Verein führt den Namen „Österreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie“ und hat seinen Sitz in Wien.

§2: Vereinszweck

Die „Österreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie“ ist ein gemeinnütziger, wissenschaftlicher Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet, und folgenden Zielen gewidmet ist:

a) Erforschung des Alternsprozesses und der Alterskrankheiten.

b) Studium der sozialen und wirtschaftlichen Folgerungen aus den gewonnenen Erkenntnissen.

c) Förderung der Aus- und Weiterbildung für Personen, die im Bereich der Geriatrie und Gerontologie tätig sind.

d) Die Österreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie ist Mitglied der „International Association of Gerontology and Geriatrics“ und der „European Geriatric Medicine Society“. Als solches trägt sie zu den wissenschaftlichen Zielsetzungen und Aktivitäten dieser internationalen Wissenschaftsgremien bei.

§3: Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes

Der Vereinszweck soll durch die im Folgenden angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.

Als ideelle Mittel dienen

a) Vorträge und Versammlungen,

b) Ausarbeitung von Richtlinien für die gesundheitliche, soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Besserstellung alter Menschen.

c) Unterstützung wissenschaftlicher Arbeiten auf den Gebieten der Geriatrie und Gerontologie sowie deren Publikation und Präsentation auf wissenschaftlichen Veranstaltungen.

d) Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen.

e) Mitarbeit in internationalen wissenschaftlichen Vereinigungen auf dem Gebiete der Alternsforschung und Altersheilkunde.

Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch

a) Mitgliedsbeiträge

b) Erträgnisse aus Veranstaltungen, vereinseigenen Unternehmungen

c) Spenden, Sammlungen, Vermächtnisse und sonstige Zuwendungen

§4: Aufnahme in den Verein

Die Aufnahme in den Verein erfolgt aufgrund persönlicher Bewerbung durch Beschluss des Vereinsvorstandes, welcher berechtigt ist, die Aufnahme ohne Begründung abzulehnen. Eine Berufung gegen diese Ablehnung ist nicht statthaft.

§5: Mitgliedschaft

Der Verein besteht aus ordentlichen, fördernden und Ehrenmitgliedern. Ordentliche Mitglieder sind natürliche Personen, welche regelmäßig ihre Mitgliedsbeiträge leisten Fördernde Mitglieder sind natürliche oder juristische Personen, die außer einem einmaligen Förderungsbeitrag den für sie festgesetzten jährlichen Beitrag errichten. Ihre Aufnahme erfolgt durch den Vorstand. Die Ehrenmitgliedschaft wird durch Beschluss des Vereinsvorstandes aufgrund hervorragender Verdienste um die Geriatrie und Gerontologie oder aufgrund großzügiger finanzieller Förderung der Gesellschaft an natürliche Personen verliehen. Ehrenmitglieder sind von der Beitragsleistung befreit.

§6: Rechte und Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereins zu beanspruchen. Das Stimmrecht in der Generalversammlung sowie das aktive Wahlrecht stehen den ordentlichen, den fördernden und den Ehrenmitgliedern zu. Das passive Wahlrecht steht nur den ordentlichen Mitgliedern zu. Juristische Personen üben Ihre Mitgliederrechte durch einen von ihnen namhaft zu machenden Vertreter aus.

Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnte. Sie haben die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten.

Die ordentlichen und die fördernden Mitglieder sind zur pünktlichen Zahlung der Mitgliedsbeiträge in der von der Generalversammlung beschlossenen Höhe verpflichtet.

§7: Austritt und Ausschluss aus dem Verein

Der Austritt aus dem Verein steht jedem Mitglied jederzeit gegen vorangehende schriftliche Kündigung frei. Der Vorstand ist berechtigt, Mitglieder, welche den Vereinszweck schädigen, oder nach Ermessen des Vorstandes nicht in ausreichendem Maße den Zweck des Vereins fördern, oder ungeachtet schriftliche Mahnungen länger als 4 Monate mit ihren Beiträgen im Rückstand bleiben, aus dem Verein auszuschließen. Die freiwillig austretenden bzw. die ausgeschlossenen Mitglieder haben keinen Anspruch auf Rückvergütung ihrer Beiträge.

§8: Nachlass, Zufristung oder Minderung der Beiträge in besonderen Ausnahmefällen

In besonders rücksichtswürdigen Fällen ist der Vorstand berechtigt, dem betreffenden Mitglied die Zufristung, Minderung oder den Nachlass der Mitgliedsbeiträge zu gewähren.

§9: Verwaltung des Vereins

Organe des Vereins sind

a) der Vorstand

b) die Generalversammlung

c) die Rechnungsprüfer

d) das Schiedsgericht.

§10: Generalversammlung, Obliegenheiten und Geschäftsführung derselben

Die ordentliche Generalversammlung findet jährlich , spätestens im Monat Dezember statt und muss wenigstens 30 Tage vorher den Mitgliedern bekannt gegeben werden.

Anträge und Wahlvorschläge sind spätestens 14 Tage vor der Generalversammlung beim Vorstand schriftlich einzubringen.

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:

a) Beschlussfassung über den Voranschlag;

b) Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses unter Einbindung der Rechnungsprüfer;

c) Wahl und Enthebung der Mitglieder des Vorstands und der Rechnungsprüfer;

e) Entlastung des Vorstands;

f) die Wahl eines Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit.

g) Festsetzung der Höhe der Mitgliedsbeiträge;

h) die Änderung der Statuten

i) die Auflösung des Vereines

j) Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen

Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf

a) Beschluss des Vorstands oder der ordentlichen Generalversammlung,

b) schriftlichen Antrag von mindestens einem Zehntel der Mitglieder,

c) Verlangen der Rechnungsprüfer statt.

Der Vorstand ist in diesem Falle verpflichtet die Versammlung innerhalb eines Monats einzuberufen.

Jede Generalversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Drittel der Vereinsmitglieder anwesend sind. Ist diese Anzahl nicht erschienen, so findet eine halbe Stunde später eine neue Generalversammlung mit derselben Tagesordnung am gleichen Ort statt, welche, ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist.

Alle Wahlen und Beschlüsse erfolgen, sofern die Statuten nichts anderes vorsehen, mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt der Gegenstand als abgelehnt. Die Wahlen von Vorstandsmitgliedern erfolgen durch geheime Wahlen.

§ 11: Vorstand

Der Vorstand besteht mindestens aus 6 und höchstens 24 Mitgliedern, welche von der Generalversammlung aus der Reihe der passiv wahlberechtigten Vereinsmitglieder auf drei Jahre gewählt werden. Wurde von der Generalversammlung ein Ehrenpräsident gewählt, so gehört dieser dem Vorstand als stimmberechtigtes Mitglied an.

Der Vorstand wählt aus seiner Mitte den geschäftsführenden Präsidenten, seine beiden Stellvertreter, den Kassier, den Schriftführer; weiters nach Bedarf zusätzliche Funktionäre, wie Leiter von Sektionen oder Arbeitsgruppen oder Leiter von regelmäßig durchgeführten wissenschaftlichen Veranstaltungen.

§12: Obliegenheiten und Geschäftsordnung des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Er ist das „Leitungsorgan“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

a) die Verwaltung des Vermögens und die Erstellung des Jahresvoranschlags, des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses

b) die Entscheidung über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern

c) die Bestimmung der Auszahlung

d) die Wahl von Ehrenmitgliedern

e) die Einberufung der ordentlichen und außerordentlichen Generalversammlungen

f) die Erledigung aller Vereinsangelegenheiten, die nicht ausdrücklich der Generalversammlung vorbehalten sind.

Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Zur Beschlussfassung ist die Anwesenheit von mind. fünf Vorstandsmitgliedern erforderlich. Bei Stimmengleichheit dirimiert der Vorsitzende. Ausfertigungen und Bekanntmachungen des Vereins müssen vom geschäftsführenden Präsidenten unterzeichnet und vom Schriftführer oder dem Kassier mitgefertigt sein. Im Falle einer Verhinderung der obgenannten Funktionäre sind die entsprechenden Stellvertreter zeichnungsberechtigt.

§13: Agenden der Funktionäre

Der geschäftsführende Präsident, bzw. in dessen Verhinderung der von ihm beauftragte Stellvertreter, vertritt den Verein nach außen gegenüber den Behörden und dritten Personen; er vollzieht die Beschlüsse der Generalversammlung und des Vorstandes ein und führt in den Versammlungen und Sitzungen den Vorsitz.

Der Schriftführer führt die Sitzungsprotokolle und verfasst alle vom Verein ausgehenden Schriftstücke und Dokumente und besorgt die Geschäfte des Vereinsarchivs.

Der Kassier besorgt die Einkassierungen und Auszahlungen und deren Verbuchung. Über die Art der Anlegung des Vermögens beschließt der Vorstand.

Die Agenden der zusätzlich gewählten Vereinsfunktionäre werden nach Maßgabe ihrer Aufgabenbereiche vom Vorstand festgelegt.

§14: Rechnungsprüfer

Von der Generalversammlung werden auf die Dauer von drei Jahren zwei Rechnungsprüfer gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist. Den Rechnungsprüfern obliegen die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüfer haben dem Vorstand über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.

§ 15 Schiedsgericht

In allen Zwistigkeiten aus dem Vereinsverhältnisse, sowohl zwischen dem Vorstand und den einzelnen Mitgliedern, als auch zwischen einzelnen Mitgliedern, entscheidet endgültig das Schiedsgericht. Das Schiedsgericht wird in der Weise zusammengesetzt, dass jede Streitpartei zwei Vereinsmitglieder zu Schiedsrichtern bestellt, welche ein fünftes Vereinsmitglied zum Obmann des Schiedsgerichtes wählen. Kommt über die Wahl des Obmannes eine Einigung nicht zustande, so entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.

Das Schiedsgericht entscheidet, ohne an bestimmte Normen gebunden zu sein, nach bestem Wissen und Gewissen und fasst seine Beschlüsse mit absoluter Stimmenmehrheit.

§16: Auflösung des Vereins

Der Verein ist als aufgelöst zu betrachten, sobald er weniger als sechs Mitglieder zählt, oder die Auflösung mit dreiviertel Majorität in einer hierzu eigens einberufenen Generalversammlung beschlossen wird.

Bei Auflösung des Vereines oder bei Wegfall des bisherigen begünstigten Vereinszweckes ist das verbleibende Vereinsvermögen für gemeinnützige, mildtätige Zwecke im Sinne der §§ 34 ff Bundesabgabenordnung zu verwenden, über welche die Generalversammlung bestimmt.

Wien, am 26.05.2011

OGGG Statuten 2011