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Sowohl der systolische als auch der diastolische Blutdruck zählt! | ÖGGG
Sowohl der systolische als auch der diastolische Blutdruck zählt!

Sowohl der systolische als auch der diastolische Blutdruck zählt!

Einleitung:Die Konzepte zur Bewertung eines Blutdruckwertes veränderten sich im Laufe der letzten Jahrzehnte. Zunächst fand man Evidenzen, dass nur der diastolische Blutdruck relevant ist, später durch die Daten aus der Framigham Studie angeleitet, dachte man nur der systolische Blutdruck zählt für das Risiko von Entwicklung von kardiovaskulärer Erkrankungen. In einem großen Patientenkollektiv wurde der Einfluss des diastolischen und systolischen Blutdruckes auf die kardiovaskuläre Morbidität geprüft.

Methode: Im Kaiser Permanente Gesundheitsfürsorge Unternehmen wurden von 1,3 Millionen Patienten und 36 Millionen Blutdruckmessungen die kardiovaskulären Ereignisse innerhalb 8 Jahren mit den Ergebnissen der Blutdruckmessungen und Gesundheitsvariablen wie Geschlecht, Alter, Anamnese von kardiovaskulären Erkrankungen, Gewicht, Raucherstatus und Stoffwechselparameter korreliert.

Resultate:Das Durchschnittsalter lag bei 53 Jahren 52% waren Frauen. Zwischen diastolischen und systolischen Blutdruck konnte bei den Messungen kein Zusammenhang gefunden werden. Der systolische Blutdruck zeigte ein zunehmendes kardiovaskuläres Risiko über 140 mmHg mit einer Risikorate von 1,18 (CI 95% 1,17-1,18) und der diastolische Blutdruck über 90 mmHg eine Rate von 1,06 (CL 95% 1,06-1,07). Beim diastolische Blutdruck war eine deutliche J Kurve darstellbar mit einem Steigen des kardiovaskulären Risikos bei niedrigen und sehr hohen Blutdruckwerten, dies besonders bei den älteren Patienten.

Diskussion: Die Autoren schließen aus den Daten auf eine unabhängige Risikobeeinflussung der kardiovaskulären Morbidität durch den diastolischen und systolischen Blutdruck, obschon letzterer das Risiko in einem größeren Ausmaß beeinflusst. Dazu ist die Erhöhung des kardiovaskulären Risikos bei niedrigen diastolischen Blutdruckwerten besonders bei älteren Patienten, mit bestehender koronarer Herzkrankheit oder mikrovaskulärer Endorganschäden zu beachten.

Literatur:Flint A.c., Conell C, Ren X. et al. Effect of Systolic and Diastolic Blood Pressure on Cardiovascular Outcomes. N Engl J Med 2019; 381;3: 243-251Rezensent:Prim. Dr. Peter Dovjak, Leiter der Akutgeriatrie Salzkammergut Klinikum Gmunden

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