Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /home/dageriatrieonlin/public_html/index.php:1) in /home/dageriatrieonlin/public_html/wp-content/plugins/sg-cachepress/core/Supercacher/Supercacher_Helper.php on line 77
Überlebensrate bei Herzstillstand durch öffentliche Defibrillatoren gebessert | ÖGGG
Überlebensrate bei Herzstillstand durch öffentliche Defibrillatoren gebessert

Überlebensrate bei Herzstillstand durch öffentliche Defibrillatoren gebessert

Mit steigender Verfügbarkeit von Defibrillatoren stieg auch der Prozentsatz an Reanimationen mit diesen. Dies geht wiederum mit einer erhöhten Überlebensrate und einer Steigerung der Patienten mit gutem neurologischem Status nach Reanimation einher.

Einleitung: Infolge der neuen Reanimationsrichtlinien und der verbesserte Rettungskette steigt die Überlebensrate von Patienten mit Herzstillstand in den westlichen Ländern, liegt aber noch unter 10 %. Die frühe Defibrillation ist entscheidend für den Erfolg einer Reanimation. Die Aufstellung von Defibrillatoren im öffentlichen Raum zur Verwendung für die Laienreanimation wird allgemein akzeptiert, die Effekte dieser Maßnahme sind unklar. Die folgende japanische Studie sollte dies klären.

Methode: In einem Register werden in Japan alle Fälle von Herzstillstand außerhalb der Klinik, die durch Laien oder medizinisches Personal reanimiert wurden, erfasst. Alle registrierten Patienten im Zeitraum von Jänner 2005 bis Dezember 2013 wurden bezüglich der Ursache des Herzstillstandes, der durchgeführten Maßnahme, des Erfolges der Reanimationsmaßnahme und dem Neurostatus analysiert. Auch die Anzahl der aufgestellten Defibrillatoren wurde gemessen.

Resultate: Von 43.762 Fällen mit Kammerflimmern im Beobachtungszeitraum erhielten 4499 eine Reanimation mit Defibrillation und 39.263 ohne Defibrillation. In der Altersgruppe über 75 Jahre waren 29,1 % der Patienten, 69,9 % zwischen 18 und 74 Jahre, der Rest auf 100 % war unter 18 Jahre alt; 79,2 % waren Männer. Die Anzahl an aufgestellten Defibrillatoren stieg im Beobachtungszeitraum von 10.961 auf 428.821 Stück. Damit assoziiert stieg der Prozentsatz an Reanimationen mit Defibrillation von 1,1 % auf 16,5 %. Das Überleben nach einem Monat war in der Gruppe mit Defibrillation höher als in der Gruppe ohne Defibrillation (38,5 % vs. 18,2 %; OR: 2,03, 95 % CI: 1,87–2,2). Auch in der ältesten Gruppe konnte dieser Effekt noch nachgewiesen werden (15,6 % vs. 9,4 %; OR: 1,29, 95 %CI: 1,8–2,19). Im selben Zeitraum stieg die Anzahl an Patienten mit gutem neurologischem Status (gemessen mit dem sogenannten Cerebral Performance Category Scale) von sechs im Jahr 2005 auf 201 im Jahr 2013.

Diskussion: Die Autoren schließen aus den Daten auf eine signifikante Steigerung der Nutzungsrate von Defibrillatoren im öffentlichen Raum mit damit eingehender Steigerung der Überlebensrate und Rate an gutem neurologischem Status nach Reanimation.

Literatur:
Kitamura T et al., Public-Access Defibrillation and Out-of-Hospital Cardiac Arrest in Japan. N Engl J Med Oct 2016; 375(17):1649–1659

Prim. Dr. Peter Dovjak
Prim. Dr. Peter Dovjak

Rezensent: Prim. Dr. Peter Dovjak
Leiter der Akutgeriatrie, Salzkammergut-Klinikum Gmunden

Entschuldigung, Kommentare zu diesem Artikel sind nicht möglich.