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Orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern | ÖGGG

Orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern

Im Rahmen des BRIDGE Trial wirkte sich der Verzicht einer Überbrückungsbehandlung mit niedermolekularem Heparin bei Patienten mit Vorhofflimmern und gewissen Ausschlusskriterien nicht nachteilig aus. Bei Probanden mit niedermolekularem Heparin war das Risiko für schwere Blutungen annähernd verdreifacht.

Schematische Darstellung der Erregungsausbreitung im Herzen bei Vorhofflimmern, Grafik: Wikipedia

Einleitung: Eine orale Antikoagulation mit Vitamin K-Antagonisten (OAK) ist vor elektiven Eingriffen oder invasiven diagnostischen Maßnahmen zu pausieren. Diese Zeit bis zum Wiederbeginn wird gemäß Expertenempfehlungen mit niedermolekularem Heparin überbrückt. Im Rahmen des BRIDGE Trial, einer randomisierten, doppelt verblindeten, Placebo-kontrollierten Studie, wurde die Sinnhaftigkeit dieses Vorgehens überprüft. Das Vorhaben wurde vom Unternehmen Eisai unterstützt.

Methode: Patienten mit Vorhofflimmern oder Vorhofflattern über 18 Jahre vor einem elektiven Eingriff oder invasiver Prozedur wurden einbezogen, wenn sie mehr als drei Monate antikoaguliert waren und keine der folgenden Ausschlusskriterien hatten: Träger einer mechanischen Herzklappe, durchgemachter Schlaganfall, Niereninsuffizienz mit einer glomerulären Filtrationsrate unter 30ml/min oder schwere Blutungen in den letzten sechs Wochen. Randomisiert wurden sie entweder mit Dalteparin subkutan in der Antikoagulationspause oder Placebo behandelt.

Resultate: Das Durchschnittsalter lag bei 72 Jahren (73 % männliche Patienten). Es wurden 950 in der Gruppe mit Placebo und 934 in der Gruppe mit Dalteparin nachuntersucht. Die Gruppen unterschieden sich nicht bezüglich Mortalität, Rate an Myokardinfarkten, tiefen Beinvenenthrombosen und Pulmonalembolien. In der Gruppe mit Dalteparin kam es zu signifikant mehr Blutungen. Das Risiko für schwere Blutung lag in der Placebogruppe bei 0,41, CI 0,20-0,78.

Diskussion: Bei Patienten mit Vorhofflimmern und genannten Ausschlusskriterien wurde kein Nachteil beim Verzicht einer Überbrückungsbehandlung mit niedermolekularem Heparin gefunden. Beeindruckend war das Risiko für schwere Blutungen in der Gruppe mit niedermolekularem Heparin – es war annähernd verdreifacht.

James D. Douketis, Alex C. Spyropoulos, Scott Kaatz, Richard C. Becker, Joseph A. Caprini, Andrew S. Dunn, David A. Garcia, Alan Jacobson, Amir K. Jaffer, David F. Kong, Sam Schulman, Alexander G.G. Turpie, Vic Hasselblad, Thomas L. Ortel, for the BRIDGE Investigators
Perioperative Bridging Anticoagulation in Patients with Atrial Fibrillation
N Engl J Med 2015; 373:823-833, August 27, 2015, DOI: 10.1056/NEJMoa1501035

Transkript von Copy of Perioperative Management of Anticoagulation. Perioperative Bridging Anticoagulation in Patients with Atrial Fibrillation.
präsentiert von Emily Doycich, Abigail Herrera, Rachel Howell und Celeste Voight
Prezi, 24. November 2015

Prim. Dr. Peter Dovjak

Rezensent:
Prim. Dr. Peter Dovjak
Leiter der Akutgeriatrie, Salzkammergutklinikum Gmunden

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