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Übertragungsmechanismen bei Clostridium difficile-Infektionen
Übertragungsmechanismen bei Clostridium difficile-Infektionen

Übertragungsmechanismen bei Clostridium difficile-Infektionen

Einleitung:

Prim. Dr. Peter Dovjak
Prim. Dr. Peter Dovjak

Bisher nimmt man als Infektionsmechanismus von Clostridium difficile-Infektionen den Kontakt mit symptomatischen Patienten in einer Gesundheitseinrichtung an. Es existieren jedoch weiter Infektionsquellen wie Nahrungsmittel, Wasser, Haustiere sowie Infektionsquellen in der Umgebung. Durch genetische Techniken kann der Infektionsweg nachverfolgt werden.

Methode:

In einem britischen 1.600 Betten-Spital wurden zwischen September 2007 und März 2011 alle Keime von Patienten mit Clostridium difficile-Infektion einer gesamten Genomanalyse unterzogen. Ein Übertragungsmechanismus auf der Station wurde bei Kontakt auf einer Station innerhalb der Inkubationszeit und genetisch identem Ribotyp diagnostiziert. Ein Kontakt in der Region wurde bei identem Ribotyp und Behandlung durch die gleichen Mediziner oder Gesundheitseinrichtungen in der Region diagnostizert.

Resultate:

In 40.924 Stuhlanalysen fand man in 2.377 Fällen einen positiven Clostridium-Befall. Davon konnten 1.223 Keime genetisch klassifiziert werden. Die Patienten waren im Schnitt 78 Jahre alt. Der häufigste Ribotyp war 027, gefolgt von 002 und 159. Von den identen Ribotypen konnten 38 % einem Stationskontakt zugeordnet werden, 46 % konnte jedoch keinen Kontakt mit dem Gesundheitswesen nachgewiesen werden.

Diskussion:

Die Autoren schließen aus dieser Studie über 3,6 Jahre auf einen häufigen Übertragungsmechanismus außerhalb von Gesundheitseinrichtungen und andere Quellen als die Ansteckung durch symptomatische Patienten. Die Infektionskrankheit kann daher erfolgreicher durch die Restriktion einer Antibiotikatherapie, welche die Empfindlichkeit für die Infektion mit Clostridium difficile erhöht, als durch eine Verhinderung der Übertragung durch symptomatische Patienten verhindert werden. Dieses Prinzip ist besonders für geriatrische Abteilungen zu berücksichtigen.

Literatur:

Eyre DW, Cule ML, Wilson DJ, Griffiths D, Vaughan A, O’Connor L, Ip CL, Golubchik T, Batty EM, Finney JM, Wyllie DH, Didelot X, Piazza P, Bowden R, Dingle KE, Harding RM, Crook DW, Wilcox MH, Peto TE, Walker AS
Diverse sources of c. Difficile infection identified on whole-genome sequencing
N Engl J Med 2013;369:1195-1205
>> zur Studie

Rezensent:

Prim. Dr. Peter Dovjak
Leiter der Akutgeriatrie LKH Gmunden
Vorstandsmitglied ÖGGG
E-Mail: peter.dovjak@gespag.at

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