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Duodenale Stuhlinfusionen bei Clostridium difficile Colitis
Duodenale Stuhlinfusionen helfen bei Clostridium difficile Colitis

Duodenale Stuhlinfusionen helfen bei Clostridium difficile Colitis

Einleitung:

Prim. Dr. Peter Dovjak
Prim. Dr. Peter Dovjak

Die Antibiotikagabe bei akuter Clostridium difficile Colitis helfen nur einem Teil der Patienten auf Dauer. Eine effektive Behandlung des Rezidivs gibt es nicht. Ursachen sind die persistierenden Sporen des Keims, abnehmende Antikörperbildung gegen das Toxin und eine veränderte Keimflora der Dickdarmschleimhaut. Stuhltransplantationen gesunder Spender stellen in bisher publizierten Studien eine effektive Methode der Behandlung dar, die vorliegende Arbeit dient der Erweiterung der Datenlage dieser unsympatischen Methode durch Randomisierung.

Methode:

Patienten über 18 Jahre mit einem Rezidiv der Clostridium difficile Colitis wurden einbezogen, wenn sie eine Lebenserwartung über 3 Monate hatten, keine immunologische Abwehrschwäche oder Schwangerschaft vorlag. Die Patienten erhielten über eine nasoduodenale Sonde 500 ml einer Stuhlsuspension von vorher auf Infektionen getesteten gesunden Spendern mit 0.9 % Kochsalzlösung infundiert, die andere Gruppe die Standardbehandlung mit 4 x 500mg Vancomycin.

Resultate:

Von Jänner 2008 bis April 2010 wurden 43 Patienten der Infusionsgruppe, einer Gruppe mit Vancomycin und Darmlavage oder Vancomycin alleine randomisiert zugeteilt. Das Durchschnittsalter lag bei 73 Jahren in der Stuhltransplantationsgruppe, bei 66 in der Vancomycin-Gruppe und 69 in der dritten Gruppe. Die Heilungsrate lag in der Infusionsgruppe bei 81 % im ersten Therapieversuch und 94 % unter Einbeziehung der weiteren Infusionen bei Auftreten eines Rezidivs. In der Vancomycingruppe konnte die Infektion bei 31 % geheilt werden und bei 23 % der Patienten mit Vancomycin und Lavage. In der Infusionsgruppe traten folgende Nebenwirkungen auf: Diarrhoe unmittelbar nach der Infusion, Bauchkrämpfe und Obstipation.

Diskussion:

Die Autoren schließen aus den Daten, dass nasoduodenale Stuhlinfusionen gesunder Spender eine potentielle therapeutische Option gegen Rezidive einer Clostridium difficile Colitis darstellt. Die optimale Prozedur für die Verabreichung von Stuhl ist noch herauszufinden als auch die nötige Menge.

Literatur:

Van Nood E, Vrieze A, Nieuwdorp M et al
Duodenal Infusion of Donor Feces for Recurrent Clositridium difficile
N Engl J Med 2013; 368: 407-15
zur Studie >>

Rezensent:

Prim. Dr. Peter Dovjak,
Leiter der Akutgeriatrie LKH Gmunden
Email: peter.dovjak@gespag.at

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