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Anämie bei Herzinsuffizienz
Anämie bei Herzinsuffizienz

Anämie bei Herzinsuffizienz

Einleitung:

Prim. Dr. Peter Dovjak
Prim. Dr. Peter Dovjak

Eine Anämie begleitet Patienten mit Herzinsuffizienz sehr häufig. Sie verschlechtert sowohl die Belastbarkeit als auch die Lebensqualität und erhöht die Mortalität und Spitaleinweisungsrate. Kleine Studien deuteten auf eine Verbesserung dieser Parameter durch die Behandlung mit Erythropoese-stimulierenden-Substanzen hin, doch die Evidenzlage ist wegen widersprüchlicher Ergebnissen nicht robust.

Methode:

Mit Unterstützung des Sponsor Amgen wurde die Studie geplant. Patienten mit Herzinsuffizienz und einen NYHA-Stadium von II-IV wurden bei einer Auswurffraktion unter 40 % und einem Hämoglobinspiegel von 9,0 – 12,0g/dl in die Untersuchung einbezogen, wenn sie eine Leitlinien-gerechte Behandlung der Herzinsuffizienz aufwiesen und keinen Eisenmangel hatten. Sie wurden randomisiert einer Placebo- oder Darbepoetin-Behandlung zugeordnet und erhielten anschließend alle 2 Wochen 0,75µg Darbepoetin Alfa pro kg Körpergewicht bis zu einem Hb-Ziel von 13,0g/dl, danach monatlich oder Placebo subcutan. Als primärer Endpunkt wurde als Kombination von Todesfällen oder Spitalseinweisung wegen Herzinsuffizienz festgelegt.

Resultate:

Zwischen Juni 2006 und Mai 2012 wurden 2.278 Patienten erfasst, nach Randomisieren in 453 Orten in 33 Ländern 1.136 Patienten der Darbepoetin-Gruppe und 1.142 der Placebo-Gruppe zugeordnet. Das Durchschnittsalter lag bei 72 Jahren, 41 % waren Frauen. Etwa ein Drittel der Patienten hatte eine Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse II und zwei Drittel der NYHA Klassen III und IV. Der Hämoglobinspiegel konnte in der Darbepoetin-Gruppe signifikant gesteigert werden. Bezüglich des definierten Endpunktes gab es keinen Unterschied: In der Darbepoetin-Gruppe lagen die Sterblichkeit und die Einweisungsrate ins Krankenhaus wegen Herzinsuffizienz bei 50,7 % und 49.5 % in der Placebo-Gruppe. Nebenwirkungen der Darbepoetin-Behandlung wurden bei 19,5 % der Patienten festgestellt, wobei sich thromboembolische Erkrankungen und ischämische Gehirnerkrankungen signifikant zu Ungunsten der Darbepoetin-Behandlung darstellten.

Diskussion:

Die Autoren stellen keinen signifikanten Benefit der Behandlung mit Darbepoetin bei Patienten mit Herzinsuffizienz und Anämie mit normalen Eisenspiegel fest. Jedoch erhöhte sich die Rate an thromboembolischen Erkrankungen und cerebrovaskulärer Erkrankungen.

Literatur:

Swedberg K, Young JB, Anand IS, Cheng S, Desai AS, Diaz R, Maggioni AP, McMurray JJ, O’Connor C, Pfeffer MA, Solomon SD, Sun Y, Tendera M, van Veldhuisen DJ, Committees R-H, Investigators R-H: Treatment of anemia with darbepoetin alfa in systolic heart failure. N Engl J Med 2013;368:1210-1219.
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Rezensent:

Prim. Dr. Peter Dovjak
Leiter der Akutgeriatrie LKH Gmunden
Email: peter.dovjak@gespag.at

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