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Acetylsalicylsäure zur Prävention colorektaler Karzinome
Acetylsalicylsäure zur Prävention colorektaler Karzinome

Acetylsalicylsäure zur Prävention colorektaler Karzinome

Einleitung:

Prim. Dr. Peter Dovjak
Prim. Dr. Peter Dovjak

Zahlreiche Studien deuten auf einen protektiven Effekt bei Einnahme von ASS gegen colorektale Karzinome hin. Die Wirkung beruht auf einer Hemmung der Aktivität einer bestimmten Kinase. Die colorektale Karzinome sind jedoch eine heterogene Gruppe von Erkrankungen mit unterschiedlichem Ansprechen auf die Therapie. Eine Genmutation in PIK3CA (das Gen kodiert diese Kinase) wird in 15 – 20 % der Tumorpatienten gefunden und bewirkt eine Hemmung der Apoptose und Krebsprogression. Das Vorhandensein dieser Mutation bewirkt ein unterschiedliches Ansprechen auf die Wirkung von ASS.

Methode:

Daten der Nurses´ Health Study (NHS) mit 121.700 Teilnehmerinnen und der Health Professionals Follow up Study (HPFS) mit 51.500 Männern wurden einbezogen. Die medizinische Nachverfolgung dieser Personen begann 1976 beziehungsweise 1986. Im Falle eine Erkrankung an einem colorektalem Karzinom wurden eine Genomsequenzierung des Tumors durchgeführt und der klinische Verlauf analysiert.

Resultate:

964 Personen, die in diesen Kollektiven an einem colorektalen Karzinom erkrankten, wurden analysiert. Das Durchschnittsalter lag bei 68 + 8,6 Jahren, 44 % waren Männer. Bei Patienten mit der Mutation des PIK3CA-Gens konnte ein signifikantes Ansprechen auf die ASS-Therapie nachgewiesen werden (mit ASS-Therapie starben 3 % innerhalb 5 Jahren, ohne ASS-Therapie 26 %). Bei Patienten ohne diese Mutation fand man keinen Unterschied mit oder ohne ASS-Therapie bezüglich der Überlebensrate (die 5-Jahres-Mortalität betrug in beiden Gruppen 15 %)

Diskussion:

Die Autoren schließen aus den Daten auf einen wesentlichen Unterschied auf das Ansprechen der ASS-Therapie nach Erkrankung an einem colorektalem Karzinom je nach Auftreten der PIK3CA-Genmutation im Tumor. Dieser Marker kann die Entscheidung der Verwendung von ASS nach Diagnose und chirurgischer Therapie wesentlich bestimmen.

Literatur:

Liao X, Lochhead P, Nishihara R, Morikawa T, Kuchiba A, Yamauchi M, Imamura Y, Qian ZR, Baba Y, Shima K, Sun R, Nosho K, Meyerhardt JA, Giovannucci E, Fuchs CS, Chan AT, Ogino S
Aspirin use, tumor pik3ca mutation, and colorectal-cancer survival
N Engl J Med 2012;367:1596-1606
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Rezensent:

Prim. Dr. Peter Dovjak
Leiter der Akutgeriatrie LKH Gmunden
Email: peter.dovjak@gespag.at

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