01. September 2010
Österreichische Gesellschaft für Geriatrie & Gerontologie
Österreichische Gesellschaft für Geriatrie & Gerontologie
Medizin Medien Austria
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Der Journal Club auf der ÖGGG-Website

Um geriatrische Patienten am Stand der Wissenschaft behandeln zu können ist das Studium der neuesten relevanten Literatur hilfreich. Die beitragenden Rezensentinnen und Rezensenten haben aus ihren gewohnten Literaturstudium Artikeln ausgesucht, die für die tägliche Praxis sowohl für den niedergelassenen Arzt als auch den Spitalsarzt eine Verbesserung der Versorgung geriatrischer Patienten erwarten lässt.
Foto: © istockphoto, Sheryl Griffin
Immobilität ist ein Prädiktor für schlechte Lebensqualität, Behinderung und Todesfälle bei geriatrischen Patienten. Testosteronmangel korreliert mit einer Reduktion der Muskelmasse, der Muskelkraft und der Mobilität. Die Supplementierung verbessert die Muskelkraft und erhöht die Muskelmasse als Prädiktor der verbesserten Mobilität. In der TOM-Studie (Testosterone in Older Men with Mobility Limitations) wurde bei älteren Männern mit einem niedrigen Testosteronspiegel Testosteron randomisiert und placebokontrolliert in Form eines Pflasters verabreicht.
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Die klinische Bedeutung eines erniedrigten Testosteronspiegels wird kontroversiell diskutiert. Der so genannte Späthypogonadismus bezeichnet das Syndrom aus klinischen Zeichen des Hypogonadismus mit erniedrigtem Testosteronspiegel. Wenige Daten existieren wegen des Fehlens exakter Kriterien für den Schwellenwert. Bei jungen Patienten wird er mit 1,7 – 2,3 ng/ml (6 – 8 nmol/l) angegeben. Aufgrund dessen wurde zur Klärung dieses Schwellenwertes eine Studie in der Allgemeinbevölkerung mit Symptomerhebung und Testosteronspiegelbestimmung durchgeführt.
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Die Differentialdiagnose von Kopfschmerzen ist bei geriatrischen Patienten schwieriger und komplexer als bei jüngeren. Das Spektrum der Erkrankungen, die Kopfschmerzen auslösen können, ist sehr groß. Eine US-amerikanische Übersichtsarbeit stellt ein breites Spektrum an therapeutischen Optionen dar und nimmt dabei auch auf spezielle Formen der Kopfschmerzen (Migräne, Cluster-Kopfschmerzen, etc.) sowie Prophylaxe Bezug.
Barcode, Foto: www.bilderbox.com
In einer Studie wurden bei 100 Aufnahmen 6,5 unerwünschte Ereignisse durch Medikamente registriert, von diesen wäre ein Viertel fehlerbedingt vermeidbar gewesen. Ein Drittel der Fehler passieren beim Verordnen, ein Drittel beim Dokumentieren und ein Drittel zu gleichen Teilen beim Übertragen und Austeilen. Der Einsatz elektronische Informationssysteme zeigte in Studien eine 55-prozentige Reduktion dieser Fehler und ist damit viel versprechend. Die Technik des Barcodelesers wird dabei mit einem elektronischen Medikamentenverteilungssystem gekoppelt. Die vorliegende Studie prüft daher in einem großen akademischen Lehrkrankenhaus die Medikationsfehler vor und nach der Implementierung eines solchen Systems.
Foto: BilderBox.com
Osteoporotische hüftnahe Frakturen sind häufig, das Risiko wird durch Bisphosphonate signifikant gesenkt, allerdings werden diese noch immer zur wenig eingesetzt. Einige Fallserien beschreiben atypische subtrochantäre Oberschenkelfrakturen unter einer Bisphosphonattherapie und motivierten die Autoren zur Nachanalyse dreier großer Interventionsstudien zu dieser Frage.
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Eine Carotisstenose stellt ein wichtiges Risiko für Schlaganfälle dar. Mit der Endarterektomie und dem Setzen von Stents wurden effektive Therapien etabliert und klare Indikationen in Leitlinien festgelegt. Unklar ist, welche Patienten man zur Intervention mittels Stent oder zur Operation überweist. In der folgenden CREST-Studie, die in 108 US-amerikanischen und 9 kanadischen Zentren durchgeführt wurde, ging man dieser Frage nach.
Foto: Bilderbox
Eine zunehmende Kompression der Morbidität und Behinderung im letzten Lebensjahr konnte erfreulicherweise für die Gesamtbevölkerung festgestellt werden, auf individueller Basis gab es noch wenig Wissen über die persönliche Prognose in Bezug auf Behinderung. Die vorliegende Studie zeigt die unterschiedlichen Krankheitsverläufe im letzten Lebensjahr auf und die Korrelation zu den Umständen, die zum Tod führten.
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Die Verlaufsformen sind akut, subakut und chronisch – diese werden oftmals erst nach Wochen und Monaten diagnostiziert und einer Antibiotikatherapie zugeführt. Über 70-Jährige haben eine annähernd 3-fach höhere Inzidenz als jüngere Patienten. Hämatogene Aussaat oder chirurgische Eingriffe führen zur Knocheninfektion.
Hüftgelenks-OP, Foto: Barbara Krobath
Eine erhöhte Mortalität in den ersten 3 bis 6 Monaten nach einer hüftnahen Fraktur ist bekannt, die Langzeitresultate 5 bis 10 Jahre danach allerdings nicht. Die vorliegende Studie sollte die bestehende Evidenz klären.
Osteoporose, Foto: Bilderbox.com
Ein idealer selektiver Östrogen-Rezeptor-Modulator (SERM) sollte postmenopausalen Frauen den Benefit der Östrogentherapie ohne Risken bieten. Am Markt befinden sich sowohl Tamoxifen als auch Raloxifen. In der im Folgenden dargestellten internationalen, randomisierten, plazebokontrollierten Studie wurde der nicht steroidale Östrogen-Rezeptor-Modulator Lasofoxifen geprüft.
Foto: BilderBox – Erwin Wodicka
Im Vergleich zu Maßnahmen wie Hypertoniebehandlung, Lipidsenkung oder Raucherentwöhnung und Gewichtsreduktion hat die Reduktion des Salzkonsums ähnlich günstig Effekte, wenn es darum geht Prophylaxe von Krankheiten zu betreiben. Ein vernünftiger Umgang mit Salz bewirkt vor allem eine Senkung des Blutdrucks und minimiert das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen.
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Protonenpumpenhemmer und H2-Blocker erhöhen bei älteren Patienten das Risiko an einer ambulant erworbenen Pneumonie zu erkranken. Dennoch wird in dieser Altergruppe bei 10 – 20 % aller Verschreibungen zu diesen Mitteln gegriffen – oftmals unüberwacht bezüglich Dauer und Dosis. Bei älteren Hochrisikopatienten ist nach deren Entlassung aus dem Spital besonders auf die Risiko-Nutzen-Abwägung zu achten!
Foto: ÖRK, A. Stöcher
Pflegeheimpatienten haben ein hohes Risiko für Stürze und Frakturen. Sowohl geschlechts- als auch altersspezifische Inzidenzraten von Femurfrakturen bei Pflegeheimpatienten sind deutlich höher als die der Gesamtbevölkerung. Eine landesweite Verbreitung eines multifaktoriellen Sturzpräventionsprogramms in Pflegeheimen scheint allerdings zu keiner Reduktion von Femurfrakturen zu führen.
Foto: BilderBox.com
Die vorliegende Analyse bildet die Determinanten der Behandlung von Patienten mit KHK in ländlichen versus städtischen Krankenhäusern, die an einem Leitlinienprogramm teilnahmen, ab. Die Autoren schließen aus den Daten, dass die Adhärenz zum vorgegebenen Behandlungsprogramm unabhängig von der geographischen Lokalisation gegeben war. Es wurden mehr Interventionen in städtischen Spitälern durchgeführt, aber die Spitalsmortalität war – im Gegensatz zu früheren Studien – gleich. Der Unterschied liegt den Studienautoren zufolge in der zeitgemäßen Medikation, Adhärenz zu den Leitlinien und dem Programm zur Qualitätsverbesserung.
Eisenmangel
Herzinsuffizienz-Patienten zeigen oft einen Eisenmangel durch Störung des Eisenstoffwechsels. Eine doppelblind randomisierte Studie ergab, dass durch die Behandlung mit Eisen(III)-Carboxymaltose bis zur Normalisierung des Eisenstatus bei Herzinsuffizenten mit Eisenmangel eine Symptomverbesserung sowie eine Erhöhung der funktionellen Kapazität und Lebensqualität erzielt werden kann.
Dialyse, Foto: Bilderbox
Obwohl die Nierenersatztherapie das Leben verlängert, ist der Benefit für den einzelnen Patienten unterschiedlich. Ob ältere Patienten von der Dialyse profitieren, wurde in dieser Studie erstmals randomisiert untersucht. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Dialysepatienten im fortgeschrittenen Alter häufig mit einer beträchtliche Verschlechterung der Funktionalität aller Tätigkeiten des täglichen Lebens (Essen, Ankleiden, WC-Gang, persönliche Hygiene, Gehen, Transfer vom Sessel zum Stehen und Aufstehen vom Bett) rechnen müssen. Nur 31 % der Patienten hatten 3 Monate nach Beginn der Dialyse die gleiche Funktionalität wie zuvor.
Foto: BilderBox.com
Seit Jahrzehnten gilt die frühe Repolarisation im EKG, die durch eine Hebung am Ende des QRS-Komplexes und Beginn der ST-Strecke ( J-Punkt) von der Grundlinie im Standard-EKG (12 Ableitungen) als harmlos, aber diese Muster in anderen Ableitungen als V1 bis V3 zeigte in neueren Arbeiten eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Kammerflimmern an. In dieser finnischen Studie an Probanden mittleren Alters wurden die Prävalenz der Veränderung festgehalten und die Studienteilnehmer 30 + 11 Jahre verfolgt.
Foto: Bilderbox
Die Autoren einer prospektiven Multizenter-Studie in 22 Pflegeheimen schließen auf eine hohe Mortalität bei fortgeschrittener Demenz, ähnlich einer malignen Erkrankung und identifizierten die häufigsten belastenden Situationen und Komplikationen (Fieber, Pneumonie, Unruhezustände und Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme) die eine höhere Mortalität anzeigen. Diese Daten sind für die Prognose und Aufklärung der Angehörigen wichtig.
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Neuroprotektive Therapieansätze fehlen bei der Behandlung von Patienten mit Morbus Parkinson. Derzeitige Therapiekonzepte verbessern die Bewegungsstörungen, dennoch schreitet die Erkrankung fort. Bei chronischen Erkrankungen müssen Studien symptomatische Effekte von krankheitsmodifizierenden Parametern differenzieren. Dies geschieht mit dem „delayed-start-design“. Rasagilin, ein MAO B-Hemmer, zeigte in Laboruntersuchungen neuroprotektive Effekte und verbesserte die Symptomatik bei Patienten mit Morbus Parkinson.
Foto: BilderBox.com
In einer Multi Center-Studie wurden Patienten mit Vorhofflimmern und erhöhtem Schlaganfall-Risiko randomisiert verblindet mit einer Dosis von 110mg Dabigatran 2 x 1 oder 150 mg Dabigatran 2 x 1 oder Warfarin behandelt. Die Warfarindosis wurde nichtverblindet mit INR-Messungen einem Zielbereich von 2,0 bis 3,0 gesteuert. Begleitbehandlungen mit ASS oder anderen Plättchenhemmern waren erlaubt. Nachuntersuchungen wurden nach 14 Tagen, ein und drei Monaten, dann alle drei Monate und ab dem 2. Studienjahr alle vier Monate geführt. Ausgeschlossen wurden Patienten mit Nierenversagen, Lebererkrankungen, Herzklappenerkrankungen, frischem Insult, erhöhter Blutungswahrscheinlichkeit und Schwangere.
Foto: istockphoto
Periphere Insulinresistenz und relativ geringe Insulinsekretion der Betazelle sind pathophysiologische Grundlage des DM II. Bei voranschreitender Betazellinsuffizenz brauchen 90% der Patienten mehr als orale Antidiabetika und Lebensstilmodifikation. Insulingaben sind dann nötig um das HbA1C unter 7 % zu bekommen. Prandiales Insulin, basales Insulin oder biphasisches Mixinsulin – das ist die Frage. Bisher zeigte die bevorzugte Verwendung eine unwissenschaftliche Ländervarianz, direkte Vergleichsstudien fehlten. Nun wurden Männer und Frauen mit einem Typ-II-Diabetes, der länger als zwölf Monate bekannt war und mindestens vier Monate mit Metformin und Sulfonylharnstoff behandelt wurden und dennoch ein HbA1C von 7,0 bis 10,0 % aufwiesen, in eine Studie einbezogen.
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Obwohl die positiven Effekte von Vitamin D auf den Knochenstoffwechsel, die Muskulatur und eine Vielzahl von weiteren Organen seit langem bekannt ist, ist die Vitamin D-Unterversorgung nach wie vor ein globales Problem. Die Studie von Orwoll und Mitarbeitern zeigt eindrucksvoll, dass bei einem Viertel älterer amerikanischer Männer eine Vitamin D-Effizienz und fast allen übrigen Männern eine Vitamin D-Insuffizienz vorlag.
röntgen, Foto: Bilderbox
Immer mehr Menschen lassen sich bildgebenden, radiologischen Tests unterziehen und setzen sich dabei niedrigdosierter, ionisierter Strahlung aus. Bei vielen Patienten wird die jährliche Höchstdosis an medizinischer Strahlung überschritten, was zur Bildung von Lymphomen und Karzinomen führen kann.
Foto: Bilderbox - E. Wodicka
Die vorliegende Arbeit untersuchte quantitative Gangmerkmale mit dem Ziel, Assessment-Instrumente zu verbessern und neue Interventionsansätze zu definieren. Eines der Ergebnisse war, dass eine geringere Schrittgeschwindigkeit mit einem gesteigerten Sturzrisiko zusammenhängt. Eine schlechtere Performance in Schwungphase, Doppelstandphase, Variabilität der Schwungphase und Variabilität der Schrittlänge waren zudem Prädiktoren für ein erhöhtes Sturzrisiko.
Röngen, Foto: BilderBox.com
Die Autoren einer schwedischen Studie sind dem möglichen Zusammenhang zwischen Osteokalzinspiegeln und Glukosestoffwechseln bei älteren schwedischen Männern nachgegangen. In einem multiplen linearen Regressionsmodell waren die Plasmaosteokalzinspiegel ein unabhängiger, negativer Prädiktor der Glukosespiegel.
alte Frau mit chronischen Kreuzschmerzen, Foto: Bilderbox
Ältere Patienten mit Wirbelkörperfrakturen sind oftmals von Immobilität und langer Hospitalisation, betroffen, manchmal ist nach einer Fraktur auch Pflege erforderlich. Die Vertebroplastie mit Polymethylmethacrylat ermöglicht eine rasche und anhaltende Schmerzerleichtung, kontrollierte Studien fehlten jedoch bislang. Von April 2004 bis Oktober 2008 wurden nun in einer randomisierten, plazebokontrollierten Kontrollgruppenstudie die Effizienz und Sicherheit der Vertebroplastie untersucht.
Foto: Bilderbox
Eine US-amerikanische Forschergruppe untersuchte den funktionellen Status von 70 bis 89 Jahre alten Menschen zwei Jahre nach Beendigung eines Programms zum Training von Lebensstil-Intervention und Unabhängigkeit. Die Wissenschafter kamen zu dem Schluss, dass ältere Menschen in der Lage sind, erworbene Verbesserungen in einem gewissen Ausmaß aufrecht zu erhalten.
Foto: Bilderbox, Modul Bild Alzheimer-Demenz
Die Neuropathologie von Dementen und Nichtdementen variiert mit dem Alter. Doch die Kriterien zur Differenzierung Alzheimerkrankheit, vaskuläre Demenz und Lewy-Körper-Demenz sind für ältere Patienten nicht so gut geeignet wie für unter 65-Jährige.
Foto: BilderBox.com
Chronische subklinische Entzündung kann zu Einschränkungen der physischen Funktionen bei älteren Erwachsenen beitragen. Bei älteren Menschen sind mit verschiedensten Krankheitsentitäten erhöhte CRP und IL-6 Spiegel mit einer schlechteren physischen Leistungsfähigkeit assoziiert.
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Trotz einer häufig fehlenden klaren Indikation werden zahlreichen älteren Patienten Protonenpumpenblocker verordnet. Eine groß angelegte, prospektive, pharmakoepidemiologische Kohortenstudie ging nun der Frage nach, ob das Risiko für nosokomiale Pneumonien erhöht ist, wenn die Patienten säureneutralisierende Antazida einnehmen.
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Vorhofflimmern erhöht das Schlaganfallrisiko auf das Fünffache. Die orale Antikoagulation senkt dieses Risiko um 64%, das Risiko für Hirnblutungen erhöht sich jedoch im Vergleich zu Aspirin auf das Doppelte. Nur bei 50 % der Riskopatienten werden antikoaguliert. Dies ist auf die Gefahr möglicher Blutungen, eine geringe Adhärenz zur Medikation, Interaktionen und Wünschen der Patienten zurückzuführen. In der ACTIVE Studie wurde der Effekt einer Kombination von Clopidogrel und Aspirin für Patienten mit Vorhofflimmern geprüft.
TYP-2-DIABETES_Einstellung
Patienten mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko an einer Demenz zu erkranken. Unklar war bis heute, welche Auswirkungen Hypoglykämien beim älteren Typ-2-Diabetiker im Hinblick auf das Risiko an einer Demenz zu erkranken haben. Die vorliegenden Studie erbrachte für ältere Typ-2-Diabetiker eine klare Assoziation von Hypoglykämien und dem Risiko an einer Demenz zu erkranken. Ursächlich verantwortlich gemacht werden hierfür vorrangig irreversible Schäden auf zellulärer Ebene.
Genetik
In einem riesigen Kollektiv wurden 1.544 Schlaganfälle registriert. Bei den Betroffenen konnten zwei SNP (Single Nucleotide Polymorphism) auf dem Chromosom 12p13 mit einem Hazard Ratio von 1.31 bzw. 1.32 für alle Insulte und 1.39 bzw.1.41 für ischämische Insulte indentifiziert werden.
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Im Rahmen einer US-amerikanischen Studie wurde die klinische Bedeutung der Interaktion zwischen Protonenpumpenblockern und Clopidogrel untersucht. Die gleichzeitige EInnahme dieser Substanzen hat vor allem in Bezug auf das kardiovaskuläre Risiko einen klinischen Effekt. Auch wenn die Kombination auf die Gesamtmortalität keinen Einfluss hatte, ist der unkritische, weitgehend präventive Einsatz von PPIs kritisch zu bewerten.
Foto: Bilderbox
Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung sollten sich täglich zwanzig Minuten bewegen - etwa in Form eines Spazierganges. So können sie ihre Gedächtnisleistungen merklich verbessern. Das geht aus einer randomisierten, kontrollierten Studie hervor, die im "Journal of the American Medical Association veröffentlicht wurde.
Foto: Bilderbox
Welche Abmagerungsdiät ist die effektivste? Was die optimale Zusammensetzung des Fett-, Protein- und Kohlehydratanteil anbelangt, widersprechen sich die bisher durchgeführten Studien zur Gewichtsreduktion deutlich. Eine im NEJM publizierte randomisierte, kontrollierte Studie mit vier Gruppen versuchte, Licht ins Dunkel der optimalen Nährstoffzusammensetzung zu bringen.
Foto: BilderBox.com
Osteoporose und Sarkopenie sind klassische altersassoziierte Erkrankungen und wesentliche Determinanten des geriatrischen Frailty-Syndroms. Beide Phänomene haben nicht nur die Altersabhängigkeit gemeinsam: zwischen Muskelmasse und Knochendichte finden sich häufig Korrelationen. Die Pathogenese der Osteoporose deckt sich in vielen Aspekten mit jener der Sarkopenie. Die Zwillingsstudie von Mikkola und Mitarbeitern ist diesem Phänomen weiter nachgegangen und legt nahe, dass bei älteren Frauen dieselben genetischen und umweltbedingten Faktoren das Risiko für die Osteoporose und die Sarkopenie beeinflussen.
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Vorhofflimmern ist die häufigste Rhythmusstörung bei Menschen über 80 Jahren. Spitalseinweisungen wegen Vorhofflimmern sind häufig und eine bedeutsame Gesundheitsbelastung. Antiarrhythmika sind wegen der proarrhythmogenen Wirkung, der übrigen Nebenwirkungen und der mäßigen Effektivität beschränkt einsetzbar. Die neue antiarrythmische Substanz Dronedaron reduzierte in der Population der ATHENA-Studie signifikant die Spitalseinweisungen in gegebener Indikation ohne dass sich die Mortalität in beiden Gruppen signifikant unterschied.
Foto: Bilderbox
In der fachwissenschaftlichen Diskussion wird davon ausgegangen, dass Ehepartner, die längere Zeit ihren Partner pflegen, gesundheitlich belastet sind. Eine aktuelle Studie belegt, dass die Hilfetätigkeit selbst keinen unabhängigen negativen Effekt auf die Gesundheit der pflegenden Ehepartner hat.
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Ein 56-jähriger Obdachloser wurde wegen eines epileptischen Anfalles ins Krankenhaus gebracht. Er wurde beatmet, man fand eine Subarachnoidalblutung, ein ruptriertes Aneurysma der Arteria communicans anterior und ein Aneuryma der Arteria ceribri posterior. Wegen dem Hydrocephalus wurde ein Shunt gelegt. Im Glasgow Coma Scale erreichte er fünf Punkte.
Foto: BilderBox.com
Das American College of Physicians erarbeitete das vorliegende Papier, um die vorhandene Evidenz für verschiedene verfügbare pharmakologische Therapien zur Vermeidung von Frakturen bei Männeren und Frauen mit verminderter Knochendichte oder Osteoporose zu belegen.
Hüftgelenks-OP, Foto: Barbara Krobath
In der vorliegenden Studie testeten die Autoren die Hypothese, dass sich altersabhängige Veränderungen der trabekulären Knochenarchitektur zwischen Männer und Frauen unterscheiden. Füt die Knochenfestigkeit sind die Knochendichte sowie verschiedene Aspekte der Knochenqualität wie z.B. die Trabekel-Architektur relevant. Bemerkenswerterweise fand sich mit dem Alter an den meisten gemessenen Lokalisationen bei Frauen eine signifikanten Verschlechterung der Trabekelstrukturparameter, während dies bei den Männern nicht der Fall war.
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Die Ergebnisse einer im NEJM veröffentlichten Studie zeigen eine große genetische Variablität der pharmakologischen Wirkung von Clopidogrel. Bekannt ist die Trägerschaft bei 30% der Kaukasier, bei 40% der Afrikaner und 55% der Asiaten. Bei Patienten, die eine Behandlung benötigen, ist eine Gentypisierung eher indiziert als das wiederholte Monitierung der Plättchenfunktion zur Identifizierung von Patienten mit höherem Risiko und Optimierung der Behandlung.
Foto: BilderBox – Erwin Wodicka
Die vorliegende Studie könnte auf Grund der guten Verträglichkeit der Präparation von MK-677 eine therapeutische Option, ergänzend zur ernährungsmedizinischen Intervention und Bewegungstherapie, in der Prävention der altersassoziierten Frailty darstellen.
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10 Tage Bettruhe führen zu einem signifikanten Abfall der Kraft der unteren Extremitäten, der aeroben Kapazität und der physischen Aktivität. Interventionen zur Aufrechterhaltung der Muskelkraft sowie eine konsequente Mobilisation, sobald es der Gesamtzustand erlaubt, sollten in Phasen der Immobilisation wesentliches Behandlungsziel sein.
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Die Thrombolyse mit Alteplase bei Patienten mit Schlaganfall innerhalb eines Ischämie-Zeitfensters von 3 Stunden ist in internationalen Leitlinien festgelegt. Die schnelle medizinische Entscheidung zur Lyse bleibt wichtig, je früher desto besser das klinische Ergebnis.
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Körperliche Bewegung ist im mittleren Alter und fortgeschrittenen Alter mit einer deutlich verbesserten Überlebensrate und verbesserten Funktionalität verbunden.
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Schwäche kann den Studienautoren zufolge als Warnzeichen für das Auftreten eines Gebrechlichkeitssyndroms gewertet werden. Mithilfen der Symptome Gewichtsverlust und Mattigkeit können Frauen identifiziert werden, die das höchste Risiko für eine rasche Progredienz zu einem Gebrechlichkeitssyndrom haben.
Foto: Bilderbox
Die duale Therapie mit Plättchenhemmern ist für Patienten nach Myocardinfarkt - besonders nach Interventionen - etabliert. Eine Interventionsmethode der kanadischen Gesundheitsbehörde zur Dämpfung der Gesundheitsausgaben war es, ähnlich unserem System, bei teuren Medikamenten ein vorgenehmigungspflichtigtes System zu errichten. Die Auswirkungen dieses Systems werden durch diese Studie vor Augen geführt.
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Diese Untersuchung im amerikanischen Gesundheitssystem zeigt die Notwendigkeit der Verbreitung geriatrischen Wissens um Sturzprophylaxe auf. Sie bestätigt weiter, dass zwischen Wissen und Umsetzung effektvoller Interventionen eine große Lücke klafft und daher die Interventionen geriatrisch tätiger Ärzte und Gesundheitsprofessionisten auch in diese Richtung gehen muss.
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Im Gegensatz zu einer 1980 publizierten Studie, die gezeigt hatte, dass Einwohner von Rochester mit Diabetes Mellitus kein erhöhtes Frakturrisiko haben, fand sich in der aktuellen Studie, die in der selben Population durchgeführt wurde, ein erhöhtes Frakurrisiko bei Typ II-Diabetikern.
Osteoporose_Frakturen
Mit der Studie von Vestergaard liegt eine weitere Studie vor, die ein erhöhtes Frakurrisiko bei Patienten, die mit Antidepressiva (insbesondere SSRI) behandelt werden.
Abb.: Maximilian Rudert et al., Orthopäde 2007; 36: 304 – 310, © Springer Medizin Verlag
In dieser Phase 3 Studie zeigt die neue oral zu verabreichende Substanz der Firma Bayer ein gleiches Sicherheitsprofil wie die Standardprophylaxe mit einem effektiveren Thromboseschutz.
© Nikolay Mamluke, istockphoto
Die Durchführung einer präventiven Hormontherapie in der Menopause ist nach heutigem Wissensstand obsolet.
Uebersicht_Herzinsuffizienz
Das Altern per se kann Patienten für die Entwicklung eines kardialen Pumpversagens prädisponieren. Einer der Eckpunkte in der Behandlung alter Menschen ist die Multimorbidität. Im Falle der Herzinsuffizienz scheint diese bei alten Patienten gehäuft kombiniert mit einer Niereninsuffizienz, Anämie, chronischen Lungenerkrankungen, Depressionen, Arthritis, Störungen der Wahrnehmung sowie Störungen des Ernährungszustands.
Foto: BilderBox.com
Aus der Studie kann geschlossen werden, dass bei Hochbetagten eine Blutdrucksenkung auf einen Zielblutdruck von 150/80mmHg mit den genannten Substanzen einen klinischen Benefit bietet, ob eine stärkere Blutdrucksenkung von zusätzlichem Nutzen ist, bleibt offen.
Foto: BilderBox.com
Diese schwedische Studie älterer Männer (71+ 0.6) zeigt die wesentliche Bedeutung einer Kombination von Biomarkern zur Prognose kardiovaskulärer Mortalität neben den etablierten (klinischen) Risikofaktoren. Frauen und ein heterogenes ethnisches Muster der Studienpopulation sollten in weiteren Studien untersucht werden, um das beeindruckende Ergebnis zu überprüfen.
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Die Inzidenz von Frailty zeigt den Studienautoren zufolge keinen Zusammenhang mit der Gabe von Statinen.

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22.11.09
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