Der Preis für humanistische Altersforschung der Stadt Wien, wurde in Kooperation von der Kulturabteilung der Stadt Wien, Wissenschafts- und Forschungsförderung, Univ.Prof. Dr. Hubert-Christian Ehalt und der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie nach Auswahl durch eine wissenschaftliche Jury an Felix Mitterer im Rahmen einer Wiener Vorlesung vergeben.
Der kurze Ausschnitt des Films Sibirien, dargestellt von Fritz Muliar, hat wiederum die tiefe Betroffenheit bei allen Zuhörerinnen und Zuhörern ausgelöst. Sibirien – die Ausgrenzung eines alten und scheinbar pflegebedürftigen Menschen, die Entwertung und Entmündigung durch ein System, vor allem aber durch die Menschen, die dieses System leben, darf heute nicht mehr passieren. Durch den kritischen Monolog, der durch Siegmar Bergelt inspiriert, 1989 erschienen ist, wird das Bewusstsein für die nicht immer einfache Situation in Pflegeheimen sensibilisiert. Aufklärung, Information und regelmäßige Supervision sollen dazu beitragen, dass der hilflose Umgang mit vielfach erkrankten Menschen, d e der Pflege bedürfen, die Würde der gepflegten, aber auch der Pflegenden erhält. Ethische Konzepte, der regelmäßige Gedanken- und Erfahrungsaustausch im Team, aber auch moderne Raumstrukturen sollen dazu beitragen, dass man unabhängig von der eigenen Kompetenz und den Fähigkeiten auch die letzte Phase des Lebens in Würde beenden kann.
Sibirien von Felix Mitterer, erschienen 1989, sollte Pflichtliteratur für alle in der Geriatrie Tätigen sein.










