Stadträtin Mag. Sonja Wehsely übergab Mitte September die hohen Auszeichnungen. Prof. Böhmer erhielt für sein permanentes Engagement für Geriatrie-Patienten das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Prof. Niederle erhielt das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien nicht zuletzt für sein Bestreben, sein reiches medizinisches Fachwissen auch immer in Verbindung mit einem hohen Anspruch zum Wohle seiner Patienten einzusetzen.
Der unermüdliche Einsatz von Prim. Böhmer für die Geriatrie lässt sich auch zahlenmäßig belegen: Er kann auf rund 300 wissenschaftliche Vorträge, 150 Publikationen und 14 Bücher und Buchbeiträge verweisen.
Fast noch wichtiger war aber sein Engagement in zahlreichen Fachgesellschaften, als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie und Lehrbeauftragungen an diversen Universitäten und Fachhochschulen.
Er gilt zu Recht als Pionier der Geriatrie in Österreich. Für die ab 2008 laufende Funktionsperiode brachte ihm dieses Engagement auch die Berufung in den Obersten Sanitätsrat.
An Ehrungen hat die Stadt Wien Prim. Böhmer 2005 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien verliehen und 2003 den Preis für in der Geriatrie verdiente Persönlichkeiten, den Ignatius-Nascher-Preis. 2002 hatte der Arzt den Berufstitel Professor bekommen.
Es gibt aber noch eine andere Seite des Arztes: die Seite des Künstlers Franz Böhmer. Stimmbildung, Schauspieler in diversen freien Gruppen, Chorsolist und zuletzt auf Lesungen in Wiener Dialekt spezialisiert trat Böhmer mit Künstlern wie Felix Dvorak, Heinz Zednik, den Malat Schrammeln und Gusti Wolf auf. Die Auftritte mit Professor Karl Hodina und Freunden sind ihm jedenfalls stark ans Herz gewachsen. Das Repertoire der Lesungen und Recitals reicht von Abraham a Sancta Clara bis zur zeitgenössischen Mundart. red/rk






